Unsere "Grüne Woche" war ein voller Erfolg!

Umweltschutz geht alle an. Das erlebten die Jungen und Mädchen der Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf nun auf besondere Weise: Eine ganze Woche lang tauschten sie ihre Klassenzimmer gegen den Lernort Natur und erfuhren durch vielfältige Projekte, Ausflüge und  Besuche von Fachleuten viel Wissenswertes rund um die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit.

 

 

Ziel dieser „Grünen Woche“ war es, „den Kindern zu zeigen, dass auch sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten können“, erklärte Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein. Nicht von ungefähr hatte sie die Projektwoche daher unter den Leitgedanken „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern“ gestellt.

 

Mit Feuereifer dabei waren alle Jahrgangsstufen – von den Kleinen aus den ersten Klassen, bis zu den Neuntklässlern, die gerade mitten in den Qualivorbereitungen stecken. Und auch die ukrainischen Schüler der beiden Willkommensgruppen waren begeistert mit von der Partie. Für jede Klasse gab es die Woche über ein eigenes, abwechslungsreiches Programm: Während sich die einen mit Margit Kleemann vom LBV zur Wildkräuterwanderung aufmachten, statteten die anderen der Müllsortieranlage der Firma Ernst in Aha einen Besuch ab und wurden dort fachkundig von Jessica Penza-Ernst durch den Betrieb geführt.

 

 

Ein Ausflug ins Erfahrungsfeld der Sinne nach Nürnberg mit einem Workshop zum Thema „Plastik im Meer“, eine Führung durch die Kläranlage Obererlbach mit Werner Kastner jun. und ein Blick hinter die Kulissen der Biogasanlage in Triesdorf gehörten ebenso dazu wie eine Waldbegehung mit Förster Bernhard Leidl. Von Diana Oster (Jagdverein Gunzenhausen) lernten die Kinder, dass der Wald kein Mülleimer ist, und sie durften zudem einen Blick hinter die Kulissen des Wasserwerks der Reckenberg-Gruppe in Wassermungenau werfen, wo ihnen Verwaltungsleiter Christian Freytag Rede und Antwort stand.

 

Insektenhotels und Instrumente aus Müll

 

Außerdem erfuhren sie, wie wertvoll Insekten für das gesamte Ökosystem sind und griffen sofort zu Säge und Hammer, um den Nützlingen im Werkraum neue Behausungen zu bauen. Aus Müll wie leeren Tetrapacks, Joghurtbechern oder Klorollen können – Stichwort Upcycling - nicht nur nützliche Dinge wie Stiftehalter und Aufbewahrungsboxen entstehen, sondern sogar klangvolle Instrumente, die gleich beim Abschlussgottesdienst zum Einsatz kamen.  Walter Feuchtenberger, ein Schüler-Opa und gelernter Elektriker, zeigte ihnen,  wie kaputte Geräte repariert werden können, sodass sie nicht weggeworfen werden müssen.

 

Sie wissen nun auch, dass es Strom spart, ein Gerät ganz vom Netz zu nehmen, das Tageslicht statt der elektrischen Beleuchtung zu nutzen und die Waschmaschine möglichst nur voll beladen laufen zu lassen. Wer sich mit den Themen weiter beschäftigten möchte, hatte Gelegenheit, an den Büchertischen, die die Buchhandlung am Färberturm in Gunzenhausen bereitgestellt hat, ausgiebig zu schmökern und sich eine Lektüre für zuhause auszusuchen.

Ein besonderer Hingucker für die Jungen und Mädchen war das „Wildmobil“ der Jägervereinigung Ansbach und Umgebung, das an allen drei Schulstandorten – Absberg, Obererlbach und Gräfensteinberg – Station machte. Förster a.D. Erwin Dorner und Jägerin Martina Schneider stießen mit den zahlreichen Exponaten auf großes Interesse bei den jungen Zuhörern, die sich gerne über die heimische Tierwelt informieren ließen. Genauso gerne ließen sie sich das saisonale und regionale Frühstück schmecken, das sie zusammen mit den Fachlehrerinnen Heidi Mohr und Michaela Funk zubereitet hatten und das zwischen all den Aktionen eine perfekte Stärkung war.

 

 

Ein Schulgarten für Gräfensteinberg

 

Ein zentrales Projekt zog sich die ganze Woche über durch das Programm der Mittelschule in Gräfensteinberg: Hier entstand auf der ehemaligen Kugelstoßanlage ein neuer Schulgarten, der künftig zum Verweilen einlädt. Viele Hände packten kräftig mit an, befüllten und bepflanzten unter der Anleitung von Gärtner Harry Haas und unterstützt von den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde Haundorf vier Hochbeete und legten einen Lesesteinhaufen für Reptilien an. Auch eine Sitzgelegenheit und eine Duftinsel mit wohlriechenden Pflanzen wurden geschaffen. Außerdem heißt es ab sofort: Raus aus den Schuhen und ab auf den Barfußpfad, der ebenfalls von den Schülern angelegt worden ist.

Das Ergebnis der durchaus schweißtreibenden Arbeit kann sich mehr als sehen lassen und ist eine Bereicherung für die Schule, lobte Bürgermeister Christian Beierlein die Initiative der Schulfamilie und bedankte sich nach einem Rundgang über das Gelände für die gelungene Ausführung.

 

Davon durften sich auch alle Kinder beim gemeinsamen Abschluss der ereignis- und lehrreichen Woche überzeugen. Direkt neben dem Schulgarten hatte Pfarrer Matthias Knoch seine Schäferwagenkirche aufgestellt und lud bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit Religionspädagogin Simone Heinrichmeier und Musiklehrer Philipp Leng zum Gottesdienst ein. Gemeinsam mit Kerstin Seitz-Knechtlein blickten sie auf „diese besondere Woche für Kinder und Lehrer“ zurück. „Wir haben nicht nur eine Woche Gaudi gemacht, sondern durften alle etwas mitnehmen für unser Leben. Und wir haben gelernt: Jeder kann etwas tun, jeder ist gefragt!“, betonte die Schulleiterin, die sich in den vergangenen Tagen über die vielen funkelnden Kinderaugen und die häufig gestellte Frage: „Machen wir das mal wieder?“ freute.

 

Was sie gelernt haben und mit in den Alltag nehmen, stellten die Kinder ihren Mitschülern anhand von selbstgestalteten Plakaten vor, die künftig ihren festen Platz in den Schulhäusern haben werden. „Kauft weniger Plastik!“, „Schmeißt keinen Müll in den Wald!“, „Legt eine Blühwiese an!“ und „Macht das Licht aus“ lauteten einige der Botschaften, die die Jungen und Mädchen zusammengetragen hatten. Über eine gut gefüllte Box voller ausrangierter Handys durfte sich Pfarrer Knoch freuen. Er wird sie über „Mission Eine Welt“ dem Recyclingkreislauf zuführen, damit die wertvollen Rohstoffe nicht in der Schublade liegen, sondern wiederverwendet werden.

Für einen Gänsehautmoment am Ende des Gottesdiensts sorgten die ukrainischen Schüler, die zusammen mit ihrer Lehrerin Irina Khlibenko – teils sogar auf deutsch - ein altes Volkslied aus ihrer Heimat vortrugen und sich auf diese Weise für alle Hilfe und Unterstützung bedankten.

 

Um den gemütlichen Ausklang der „Grünen Woche“ kümmerten sich die Mitglieder des Elternbeirats. Sie bereiteten in der Schulküche ein gesundes und leckeres Picknick vor, zu dem das Busunternehmen Böhm aus Obererlbach 200 Muffins beisteuerte und das reißenden Absatz fand. Gut besucht war auch die Tauschbörse, die Schulsozialpädagogin Lisa Knorr in der Aula aufgebaut hatte. Hier durften die Kinder nach Herzenslust stöbern und sich das eine oder andere Kleidungsstück aus zweiter Hand aussuchen. Ganz im Sinne von Nachhaltigkeit, wie sie es in der „Grünen Woche“ gelernt haben.    

 

 

Zeichen für Frieden und Solidarität gesetzt

Großartige 861,41 Euro kamen beim „Blau-Gelb-Motto-Tag“ an der Mittelschule Absberg-Haundorf zusammen. Den Anstoß für die Spendenaktion zugunsten von geflüchteten Menschen aus der Ukraine hatten die Mitglieder der Schülermitverantwortung (SMV) gegeben, die ihren Wunsch „Wir wollen helfen“ mit viel Engagement in die Tat umsetzten: Das Schulhaus in Gräfensteinberg wurde mit Friedenstauben und Plakaten geschmückt, und alle Mitschüler und Mitschülerinnen waren aufgerufen, in blau-gelber Kleidung zu kommen und/ oder sich farblich passend zu schminken.

 

Die Eltern steuerten Kuchen für den Spendenverkauf bei, und das Schülercafé beteiligte sich nach dem Motto „Waffeln statt Waffen“ ebenfalls am schulweiten Aktionstag. Nicht nur die Mittelschüler, sondern auch die Grundschüler aus den anderen Schulstandorten waren mit Feuereifer mit von der Partie. Die süßen Leckereien fanden reißenden Absatz, und entsprechend schnell füllte sich die Spendenbox, zumal einige Kinder bereits im Vorfeld Geld für den guten Zweck gesammelt hatten.

 

So kam die stattliche Summe zusammen, mit der die ukrainischen Familien unterstützt werden sollen, die in Haundorf und den angrenzenden Gemeinden ein neues Zuhause gefunden haben.

Als kleine Anerkennung fürs Mitmachen gab es neben einem riesigen Dankeschön von Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein und ihrer Stellvertreterin Alexandra Koch für jeden Spender eine kleine Überraschung. Die Botschaft aller Akteure zum Abschluss war mehr als eindeutig: Zusammen stellten sie sich im Pausenhof zu einem großen Peace-Zeichen auf – und setzten damit ein klares Zeichen der Solidarität und der Hoffnung. 

Wir wünschen: FROHE WEIHNACHTEN!

Märchenhafter Theaterspaß mit der Luna Bühne

Ein rappendes Rotkäppchen? Eine Tangotanzende Großmutter, die mit dem Wolf auf beste Freunde macht? Wo Bitteschön gibt es denn sowas? In der Schulturnhalle in Gräfensteinberg! Dort gastierte die Weißenburger Luna Bühne und begeisterte die großen und kleinen Zuschauer mit ihrer liebevoll adaptierten Version des beliebten Märchenklassikers. 

Vorhang auf für „Rotkäppchen und der liebe Wolf“ hieß es in Gräfensteinberg gleich zweimal für die Akteure, damit alle Grundschüler in den Genuss dieses vorweihnachtlichen Spektakels kamen. 

Da gab es eine schrullige, schon leicht vergessliche Großmutter (Thomas Hausner), einen lieben Wolf (Stephan Hausner) und natürlich das Rotkäppchen (Kristina Gerdt), das nur entfernt etwas mit dem braven Mädchen aus dem Original der Gebrüder Grimm zu tun hat: Ausgerüstet mit Skateboard, Handy und cooler Musik macht es sich auf den Weg zur Großmutter. Unterwegs trifft es auf den Wolf, der den Kindern zuvor schon im feinsten Fränkisch von seiner tiefen Trauer um seine beste Freundin – die Gans Elfriede – erzählt hat. Nur zu gerne schließt er sich Rotkäppchen an, hat er selbst doch schon lange keine Oma mehr besucht.

 

Und die alte Dame ist mindestens genauso aufgeregt über den unerwarteten Gast, mit dem sie auf den zweiten Blick viele Gemeinsamkeiten hat. Von den Plätzchen bis zum Tangotanzen stimmt da die Chemie zwischen den beiden, zum Entsetzen der Enkelin, die gar nicht fassen kann, warum ihre Großmutter auf einmal weder Stock noch Schlappen oder Schürze trägt. Die Antwort ist so einfach wie erfrischend: „Damit ich besser tanzen kann!“ So beschwingt beschließen der Wolf und die Großmutter, nicht nur dieses, sondern alle kommenden Weihnachtsfeste gemeinsam zu verbringen.

 

Ein glückliches Ende also auch für die Luna Bühnen-Fassung aus der Feder von Brigitte Brunner. Zusammen mit den tollen Schauspielern, dem fantasievollen Bühnenbild und der passenden Musik brachte das Weißenburger Ensemble nicht nur vorweihnachtlichen Glanz in die Schule, sondern zauberte ein Lachen in die Gesichter der Kinder. Zum krönenden Abschluss des gelungenen Auftritts war dann noch Rappen mit dem Rotkäppchen angesagt – und die Jungen und Mädchen machten begeistert mit. 

Bundesweiter Vorlesetag: Wir waren dabei!

Lesen an ungewöhnlichen Orten in Absberg, Gräfensteinberg und Obererlbach

Vorlesen einmal anders erlebten die Schüler und Schülerinnen an der Grund- und Hauptschule Absberg-Haundorf. An allen drei Schulstandorten - Absberg, Gräfensteinberg und Obererlbach – warteten am bundesweiten Vorlesetag spannende Geschichten auf die jungen Zuhörer. Die insgesamt 16 Lesestationen waren dabei über die Ortschaften verteilt und führten die Kinder teils an sehr ungewöhnliche Orte – und zu vielen unterschiedlichen Vorlesern.

 

So durften sie zum Beispiel im Gräfensteinberger Kirchturm den Abenteuern aus „Die Chroniken von Narnia“ lauschen, die Pfarrer Matthias Knoch ausgewählt hatte.

Nicht weit vom Gotteshaus entfernt lud ein warmes Lagerfeuer im Garten hinter dem alten Kindergarten zum Verweilen ein. Hier hatte es sich Lisa Knorr, Sozialpädagogin an der Schule, als Vorleserin gemütlich gemacht und nahm die Kinder mit hinein in die Welt der Literatur. Im Feuerwehrhaus begeisterte zunächst Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein die Jungen und Mädchen mit der Sage von der Teufelsmauer bevor Buchhändlerin Melena Renner mit dem „Neinhorn“ die Lacher auf ihrer Seite hatte.

Im Gräfensteinberger Schulhaus selbst war ebenfalls viel zu hören und zu erleben: Hier griffen der ehemalige Schulrat Hans Seitz und die Vizepräsidentin des Bezirkstags Mittelfranken, Christa Naaß, zum Buch und wurden für ihren lebendigen Vortrag mit viel Beifall belohnt. Und auch die Turnhalle wurde in eine besondere Vorlesestation verwandelt: Alexandra Williams gab Geschichten in englischer Sprache zum Besten. Im Werkraum dagegen ging es ums Lesen im weiteren Sinne: Buchbinder Wolfgang Kokula gewährte den Kindern auf anschauliche Weise einen Einblick in dieses uralte Handwerk.

 

Für die Kleinen aus den beiden ersten Klassen, die in Obererlbach unterrichtet werden, begann der Vorlesetag in der dortigen Turnhalle mit einer Mitmachgeschichte, die Musiklehrer Erik Scheffel mit ihnen einstudiert hatte. Anschließend ging es mit Dr. Markus Jungbauer, dem Vorsitzenden der DJK Obererlbach, mitten hinein in die Abenteuer des griechischen Helden Odysseus. Auch zwei frühere Lehrer-Kollegen konnten als Vorleser gewonnen werden: Haundorfs Altbürgermeister Karl Hertlein nahm dafür passend im Gemeindesaal Platz, Ingrid Vieten unterhielt die Kinder in der Kirche.

 

Der Sitzungssaal im Rathaus und die katholische Kirche öffneten sich auch in Absberg für die jungen Besucher. Gemeinderat Johannes Köchling und Stefanie Walter hatten für diese beiden Stationen magische und unterhaltsame Geschichten ausgesucht. Im Café Herzog freute sich Seniorchefin Helena Herzog über die eifrigen Zuhörer, und im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zauberte Helene Ottmann den Kindern ein Lächeln ins Gesicht. Mit von der Partie war zudem Absbergs Altbürgermeister Fritz Walter, der die Jungen und Mädchen unter dem Dach der Prunothek empfing.

 

Da so ein Vorlese-Spaziergang nicht nur eine schöne Abwechslung im Schulalltag war, sondern auch hungrig machte, war an allen drei Standorten für das leibliche Wohl gesorgt: Passend zum Thema servierten die Mitglieder des Elternbeirats leckere Buchstabensuppe, die bei den Kindern sehr gut ankam und den gelungenen Tag perfekt abrundete. 

An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an alle, die diesen Vorlesetag möglich gemacht haben!

Echtes Filmteam zu Gast an der Schule

Ein aufregender Tag für die Jungen und Mädchen der 4. Klasse in Gräfensteinberg: Sie bekamen Besuch von einem echten Filmteam, und das passiert wirklich nicht alle Tage an der Schule! Doch die Kinder und ihre Lehrerin Cordula Haas waren bestens auf die drei netten Gäste – Sebastian Rudat, Lucas Vogel und Ralph Goppelt von der Firma Werbegrafik Schulz – vorbereitet und ließen sich auch von den Kameras nicht stören. Sie beschäftigen sich derzeit intensiv mit der römischen Vergangenheit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Davon gibt es noch viele Zeugen aus der Geschichte, die es zu entdecken gilt. Wie den Römerturm in Burgsalach, der bei schönstem Herbstwetter ein tolles Ausflugsziel für die Schüler und Schülerinnen war. Natürlich war auch hier das Filmteam mit dabei und ließ sogar eine Drohne steigen. Auch den Abschlussschülern schauten die Filmemacher bei ihrer Recherche über die Berufsausbildungsmesse in Altmühlfranken über die Schulter und hielten alles im Bild fest. Dafür war der neu eingerichtete PC-Raum der Schule bestens geeignet. Was genau nun mit dem vielen Filmmaterial geschieht, soll hier noch nicht verraten werden. Nur so viel: Man darf sehr gespannt sein!

Kunstwerke feierlich enthüllt

Große Bühne für die Nachwuchs-Künstler: Die beiden großformatigen Graffitis, die die Schüler und Schülerinnen zusammen mit Künstler Carlos Lorente geschaffen haben, wurden nun unter großem Beifall feierlich enthüllt. Dazu hatten sich alle Jungen und Mädchen aus den Klassen 4 bis 9 in der Turnhalle versammelt und warteten gespannt darauf, die Kunstwerke in Augenschein zu nehmen.

 

Vorher aber sprach Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein allen an dem zweitägigen Projekt Beteiligten ein dickes Lob aus: "Wir sind megastolz auf euch!" Sogar die drei "Probearbeiten", an denen die Schüler den Umgang mit der Spraydose ausprobierten, waren auf ihre Bitte hin eingerahmt worden und werden ebenfalls einen festen Platz im Gräfensteinberger Schulhaus bekommen. 

 

 

Graffiti-Kunst als Gemeinschaftsprojekt

Zehn Mittelschüler griffen zur Spraydose - und hatten jede Menge Spaß

 

 

„Jederzeit wieder!“, „Das sollten wir viel öfter machen“, „Ich bin sofort wieder dabei!“ Die Begeisterung der Kinder sprudelt förmlich aus ihnen heraus, während sie im Garten hinter dem ehemaligen Kindergarten mit Sprühdosen, Schablonen und Skizzen hantieren: Zehn Jungen und Mädchen der Mittelschule Absberg-Haundorf hatten sich erfolgreich für ein zweitägiges Graffiti-Projekt mit Carlos Lorente von „Style Scouts“, der Graffiti-Akademie in Nürnberg, beworben.

Dafür hatten sie im Vorfeld Skizzen angefertigt und sich mächtig ins Zeug gelegt. Wie Fünftklässlerin Lea Schulz zum Beispiel, die so gerne bei der Kunstaktion dabei sein wollte, dass sie auch ein gebrochener Arm nicht vom Zeichnen abhalten konnte. Kurzerhand fertige sie ihr Bewerbungsbild mit links – und machte das Rennen. Damit gehörte sie zu der bunt gemischten Truppe aus allen Mittelschul-Klassen der Inklusionsschule, die von den beiden Organisatorinnen Lisa Knorr (Schulsozialpädagogin) und Romina Kuhn (Sonderpädagogin) ausgewählt wurden, Farbe ins Gräfensteinberger Schulhaus zu bringen.

 

Bevor sie allerdings zur Spraydose greifen durften, bündelten sie – aufgeteilt in zwei Gruppen – ihre Ideen für die beiden Lkw-Planen mit einer Größe von je zwei auf drei Meter. Carlos Lorente erklärte ihnen anschließend nicht nur den richtigen Umgang mit der Spraydose, sondern sprach auch weitere wichtige Themen wie den Gesundheitsschutz und die Konsequenzen für illegales Sprayen an. Dann aber konnte es richtig losgehen: Im Garten des ehemaligen Kindergartens, den Pfarrer Matthias Knoch zur Verfügung gestellt hat, machten sie sich im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam ans Werk: So wie alle Teilnehmer im Vorfeld ihre Ideen einbringen konnten, durften alle ihren Teil zur gelungenen Umsetzung des Kunstwerks beitragen. „Das ist gelebte Inklusion“, erklärt Romina Kuhn. Ihr und ihrer Kollegin Lisa Knorr ist es wichtig, dass sich die Kinder durch eine solche Projektarbeit als Gemeinschaft verstehen und zusammen etwas Bleibendes schaffen. „Sie sollen ihre Ideen sichtbar machen“, ergänzt Carlos Lorente, der die Kinder bei diesem Prozess begleitet und ihnen dabei so viel Spielraum wie möglich lässt. „Ich gebe nichts vor, das ist alles ergebnisoffen.“

Auf diese Weise sind in kurzer Zeit zwei beeindruckende Werke entstanden, die weit mehr sind als ein schöner Blickfang für die Schule, wo sie künftig im Erdgeschoss zu sehen sind. Sie stehen für Gemeinschaftsgeist und Kreativität, und darauf dürfen Lea Schulz, Max Vogelhuber, Manuel Löw, Ben und Tim Tretter, Fynn Fehrenbach, Sophie Baumgärtner, Zoe Rudloff, Selina Rieder und Milan Akin zurecht stolz sein.

 

 

Möglich wurde dieses Projekt durch die finanzielle Unterstützung des Vereins Präventionswegweiser mit Sitz in Ellingen sowie der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen und der Sparkasse Gunzenhausen. Auch ein Teil des Preisgeldes aus dem Malwettbewerb der Raiffeisenbank fand hier als Spende des Lehrerkollegiums kreative Verwendung.

 

WIR HABEN GEWÄHLT!

 

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Mit Gottes Segen und ohne Sorgen ins Schuljahr starten

Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein feierten die Schüler und Schülerinnen am Schulhaus in Gräfensteinberg ihren Schulanfangsgottesdienst.

 

Dazu war Pfarrer Matthias Knoch mit seiner Schäferwagenkirche in den Pausenhof gekommen und gestaltete dort zusammen mit den Lehrkräften Maria Haas und Christian Eischer sowie FSJler Tim Weitmann und einigen Kindern eine stimmungsvolle, aber auch nachdenkliche Einstimmung auf das neue Schuljahr.

 

Ein Schuljahr, das hoffentlich wieder "normaler" wird als die beiden letzten, wie es Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein in ihrer Begrüßung formulierte. "Ein Schuljahr ohne Lockdown, in dem wir uns wieder jeden Tag sehen dürfen", lautete die Hoffnung der Schulleiterin. Und ein Schuljahr, in dem auch wieder schöne Dinge wie Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten möglich sein werden. 

"Es gibt nicht nur Hochs im Leben", erinnerte Christian Eischer ebenfalls an die schwierigen Monate, die die Jungen und Mädchen zu meistern hatten. Mit Zuversicht und der Gewissheit, "dass Gott uns nicht alleine lässt", dürften sie sich nun aber auf das Neue freuen.

Um ihnen den Anfang etwas leichter zu machen, forderte Pfarrer Knoch die jungen Leute auf, ihre Sorgen und Ängste auf ein Stück Papier zu schreiben. Als Symbol dafür, dass Jesus unsere Lasten trägt, verbrannte der Geistliche anschließend die Zettel. Passend dazu erhielten die Kinder von Maria Haas eine bunte Feder als Zeichen, "dass Manches auch leicht werden kann und Gott für uns sorgt".

Umrahmt wurde der Gottesdienst von einigen Liedern, die Pfarrer Knoch auf der Gitarre begleitete, und den Fürbitten der Schüler. 

Wir begrüßen unsere neuen Schülerinnen und Schüler

Im wahrsten Sinne ein herzliches Willkommen gab es für die 35 aufgeregten Abc-Schützen und die zwei 5. Klassen an unserer Schule: Duftende Lebkuchenherzen, viele kostbare Worte und fröhliche Lieder bescherten den Kindern eine feierliche Einstimmung in diesen besonderen Tag.

 

Die beiden Religionspädagoginnen Simone Heinrichmeier und Maria Haas hatten dafür für jede der beiden ersten Klassen einen maßgeschneiderten Gottesdienst in der Obererlbacher Kirche vorbereitet. Während die eine Klasse ihren Worten im Gotteshaus lauschte, durfte die andere schon mal das Schulhaus in Beschlag nehmen. Dann wurde getauscht. So konnten die Hygienevorschriften gut eingehalten werden.

 

Aus ihrer Schatzkiste zauberten die beiden Lehrkräfte viele kostbare Sätze, die die Kinder auf ihrem „Abenteuer erste Klasse“ begleiten sollen: „Schön, dass du da bist!“, Das hast du gut gemacht!“, „Du bist meine Freundin!“ war da zu hören. Zudem versicherten sie den Schülern anhand einer biblischen Geschichte und dem Segen, dass sie an ihrem neuen Ort nicht alleine sein werden. Vielmehr dürften sie mutig und unerschrocken sein: „Es gibt viel zu lernen und zu entdecken. Und wir werden alles tun, dass ihr dort gut ankommt und euch wohlfühlt“.

 

 

Das sicherten Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein und Pfarrer Matthias Knoch auch den Mädchen und Jungen der beiden fünften Klassen zu , für die es einen Tag später ebenfalls einen Schulanfangsgottesdienst gab – allerdings nicht wie geplant im Freien, sondern wegen des unbeständigen Wetters in der Gräfensteinberger Kirche. Wie für die Erstklässler gab es auch für sie viele gute Wünsche für den Start an der Mittelschule und ein Lebkuchenherz als kleinen Willkommensgruß.