Zum Abschluss: "Wir sind sehr stolz auch euch!"

Es sind berühmte Worte, die die Abschlussschüler und -schülerinnen der Mittelschule Absberg-Haundorf mit auf ihren weiteren Lebensweg bekamen: Mit „I have a dream“ zog sich das Zitat des bekannten US-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King wie ein roter Faden durch die Abschiedsfeier für die 18 Absolventen.

Sie alle haben es geschafft und ihren „Quali“ beziehungsweise den Mittelschulabschluss in der Tasche. Entsprechend stolz durften sie begleitet von ihren Familien über den roten Teppich auf den Pausenhof schreiten, wo viele fleißige Hände für sie einen festlichen Abend vorbereitet hatten.

 Der Traum, die Schule erfolgreich abzuschließen, habe sich für die Neuntklässler schon mal erfüllt, stellten Pfarrer Matthias Knoch und Religionspädadogin Maria Haas in ihrer kurzen Andacht fest und blickten kurz die vergangenen Jahre zurück: „Ihr seid als richtige Persönlichkeiten, als jemand wertvolles angenommen und begleitet worden“, so Knoch. Sein Traum sei es, dass sie diese Wertschätzung mit in ihr weiteres Leben nehmen.

Ebenfalls viele gute Wünsche richtete Helmut Schmaußer als stellvertretender Vorsitzender des Schulverbands und im Namen der Gemeinden Absberg, Haundorf, Pfofeld und Theilenhofen an die Schulabgänger. „Ihr habt die Pandemie zusammen mit euren Eltern und Lehrern gemeistert und das Beste daraus gemacht.“ Die erlernten Eigenschaften wie Ausdauer, Flexibilität, Verantwortungsbereitschaft und Selbstständigkeit „werdet ihr gut auf eurem weiteren Lebensweg brauchen können“, betonte Schmaußer und bestärkte die jungen Leute darin, auch nach Nackenschlägen nicht aufzugeben und zielstrebig weiter ihren Weg zu gehen.

 

Etappenziel erreicht

Dem schlossen sich nahtlos die Worte von Schulleiterin Kerstin Seitz-Knechtlein an, die das Lied „It`s my life“ – vorgetragen von den beiden ukrainischen Schülerinnen Emilia Abasova und Polianna Kalenska – auf die Absolventen ummünzte: Deren Weg sei nicht immer leicht und geradlinig gewesen, sondern teilweise kurvenreich und steinig. Jetzt, mit Blick auf das Etappenziel Schulabschluss, „habt ihr euch mächtig ins Zeug gelegt und beachtliche Leistungen erzielt. Wir sind sehr stolz auf euch!“ Auch in Zukunft werde es Kurven und Anstiege im Leben geben, doch es fänden sich immer Wege, die einen zum Ziel führen. „Glaubt an euch und an eure Fähigkeiten“, so der Wunsch der Rektorin. „Gebt nicht gleich auf, zeigt Biss und Ausdauer. Es lohnt sich!“

Im wahrsten Sinne gelohnt haben sich die Anstrengungen von Maximilian Höller: Er schloss die Mittelschule mit einem Notendurchschnitt von 1,5 ab und erhielt dafür aus den Händen von Sparkassenvertreter Michael Hackenberg ein Sparschwein, gefüllt mit 100 Euro. Auch vom Förderverein der Schule, vertreten durch Gudrun Nehmeier, gab es für die drei Schulbesten ein kleines Präsent als Anerkennung für die guten Leistungen. Neben Maximilian Höller durften sich darüber Leo Dauner (1,7) und Silas Nehmeier (2,1) freuen.

 

Eine Rose für alle

Die Freude über den erfolgreichen Abschluss all ihrer Schüler brachte Klassenlehrerin Steffi Schmidt auf humorvolle Weise zum Ausdruck. Nach einer sehr kreativen Kennenlernphase „haben wir gemeinsam viel erlebt und sind zu einem Team geworden, das gut zusammengearbeitet, sich akzeptiert und toleriert hat“. Aus ihren Schützlingen seien tolle Menschen geworden, lobte sie und gab ihnen die besten Wünsche für ihre Zukunft mit auf den Weg – und überreichte ihnen zusammen mit Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein und Konrektorin Alexandra Koch ihre Zeugnisse. Von Markus Sixtbauer von der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen gab es zudem für jeden Schüler eine Rose, und auch Schülersprecherin Leyla Avramis reihte sich in die Schar der Redner ein, gratulierte den „Großen“ von Herzen und übergab jedem eine selbstgestaltete Karte.

Dann übernahmen die Abschlussschüler Luna Laufer, Silas Nehmeier und Leon Silversan das Mikrofon. In launigen Worten blickten sie auf ihre durch die Pandemie beeinträchtigte Schulzeit zurück und bedankten sich bei ihren Wegbegleitern mit kleinen Geschenken für die Hilfe und Unterstützung, bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging.

 

Musikalisch umrahmt wurde die gelungene Feier von der Familie Leng aus Mitteleschenbach sowie Emilia Abasova und Abschlussschüler Milan Akin am Klavier. 

Und gleich am nächsten Tag hieß es wieder Abschied nehmen: Für den traditionellen Abschlussgottesdienst hatten sich alle Klassen und Lehrkräfte auf dem Pausenhof versammelt, wo Pfarrer Matthias Knoch die Schäferwagenkirche aufgebaut hatte. Bevor es losgehen konnte, hatte Rektorin Kerstin Seitz-Knechtlein aber noch eine Überraschung parat: Viele der Karten, die bei der Einweihung des neuen Pausenhofs in Absberg mit Luftballons in den Himmel geschickt wurden, sind mittlerweile zurückgekommen. Den weitesten Weg hatte die Karte von Bastian Heinzmann zurückgelegt. Sie ist am Forggensee im Allgäu gelandet, etwa 220 Kilometer entfernt. Bastian und alle anderen Kinder, deren Karten zurückkamen, durften sich über eine Freibadkarte freuen.

 

Die Schätze des Schuljahres

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen die Schätze, die dieses zu Ende gehende Schuljahr für die Jungen und Mädchen bereitgehalten hatte. Dazu hatte Religionspädagogin Simone Heinrichmeier eine Schatztruhe mitgebracht, die die Kinder symbolisch befüllen durften: Hineingelegt wurden Ausflüge, das Sportfest, das Sofa im Klassenzimmer, aber auch die gemeinsam verbrachte Zeit, die gute Klassengemeinschaft und die Freundschaften. Die Schüler der 3b steuerten ein kurzes Anspiel zu Psalm 23 bei, und drei Fünftklässler hatten gar ein eigenes Lied zum Thema Umweltschutz geschrieben und trugen es ihren Mitschülern vor. Mit einem fröhlichen Lied beteiligten sich außerdem die Kinder aus den ukrainischen Willkommensgruppen am Gottesdienst, der am Schluss mit einer Überraschung für Konrektorin Alexandra Koch aufwartete: Drei Jahre lang übte sie mit viel Engagement und Umsicht dieses Amt an der Seite von Schulleiterin Kerstin Seitz-Knechtlein aus, gab es nun zum Schuljahresende aber ab. Für all ihren Einsatz dankte ihr das gesamte Kollegium mit einem selbst gedichteten Lied und einem Geschenk.

 

In den Dank für das „Riesenengagement“ stimmte außerdem der Elternbeirat, vertreten durch Gudrun Nehmeier und Tina Oppel, ein. Sie überreichten ebenfalls ein Präsent, das  –  genauso wie Alexandra Kochs Arbeit an der Schule – Früchte tragen wird. 

 

WIR HABEN GEWÄHLT!

 

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