Artur Auernhammer zum Austausch eingeladen
Wie genau läuft das eigentlich mit der „großen Politik“ in Berlin? Unsere Acht- und Siebtklässler hatten eine nicht alltägliche Idee, um dieser Frage auf den Grund zu gehen: Kurzerhand luden sie den hiesigen Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer zu sich an die Schule ein und holten sich die Antworten aus erster Hand.
Und es war ein ganzer Berg an Fragen, die sich die Schüler und Schülerinnen im Vorfeld des Besuchs überlegt hatten, um sie dem Gast aus Oberhochstatt zu stellen. Dabei ging er nicht nur auf die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht oder die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre ein, er verriet den Jugendlichen auch sein „Lieblingsgrundgesetz“, das er gleichzeitig als seinen Leitgedanken für politisches Handeln bezeichnete: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – das sei die Grundlage für das gesamte Grundgesetz und der Maßstab für einen respektvollen Umgang untereinander.
Seit 2013 sitzt Artur Auernhammer für die CSU im Bundestag und ist dort unter anderem im Agrarausschuss vertreten. Selbst Landwirtschaftsmeister, weiß er aus eigener Erfahrung um den Preisdruck, unter dem die Landwirte stehen, und empfahl den jungen Leuten, beim Einkaufen auf regionale Erzeugnisse zu achten. Auch den Klimawandel bemerke er im eigenen Betrieb: „Entweder ist es zu heiß oder zu nass“, stellte er fest und machte klar: „Wir müssen beim Klimaschutz weiter vorankommen, gemeinsam mit der Gesellschaft und ohne Verbotsverfahren.“
Als seine bisher größte und schwierigste Aufgabe nannte der 62-Jährige die Entscheidung, ob deutsche Soldaten in einen Auslandseinsatz geschickt werden sollen: „Das muss der Bundestag entscheiden, und es ist mir bewusst, dass vielleicht der eine oder andere nicht mehr zurückkommt. Das bedeutet: Ich entscheide über das Leben!“
Eine klare Haltung bezog der Politiker gegen die AfD und dem „unterirdischen Verhalten“ der Vertreter im Bundestag: „Die haben keine gute Kinderstube. Die AfD will unser Land verändern, und das will ich verhindern!“ Niemals werde er einem Antrag dieser Partei zustimmen, und sollte es zu einer Koalition kommen – „dann trete ich aus!“ Sein Appell fiel deutlich aus: „Warum wählen die Menschen diese Partei? Darum müssen wir uns kümmern!“
Kümmern will sich Auernhammer aber auch um ein positiveres Thema: Die Bewerbung Deutschlands als Ausrichter der Olympischen Spiele. Schnell wird im Klassenzimmer klar, dass hierfür das Herz des Politikers schlägt und er wohl nicht von ungefähr Obmann im Sportausschuss des Bundestags ist. „Das wäre eine tolle Sache für unser Land“, zeigte er sich überzeugt und brach eine Lanze für München, das neben Berlin, Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region ins Rennen geht. Die Landeshauptstadt habe seiner Meinung nach beste Voraussetzungen, nicht zuletzt, weil sämtliche Wettkampfstätten nahe beieinander liegen. Immerhin sei es ein Ziel von Olympia, dass die Menschen zusammenkommen.
Doch nicht nur überregional hat der CSU-Mann einiges zu tun, vielmehr ist er auch in zahlreiche Projekte in seinem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen involviert. Ob der barrierefreie Ausbau des Gunzenhäuser Bahnhofs, der Glasfaser-Ausbau oder diverse Ortsumfahrungen: „Ich stehe im engen Austausch mit dem Landrat und den Bürgermeistern vor Ort.“
Auch der Austausch mit den Schülern und Schülerinnen lag ihm sichtlich am Herzen, und er hatte viel Zeit für die vielen Anliegen der jungen Leute mitgebracht – und ein bisschen Bundestagsluft.
Herzlich
Willkommen in der
Grund- und Mittelschule
Absberg-Haundorf


