Der Opfer des Nazi-Regimes gedacht

 

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird heute als internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust begangen. Weltweit wird an diesem Datum an die Ermordung von rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden sowie weiterer verfolgter Gruppen durch die Nationalsozialisten erinnert. Auch die Schüler und Schülerinnen aus der Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf nahmen sich dieses wichtigen Tages auf besondere Weise an. 

 

In würdigem Rahmen versammelte sich die Schulgemeinschaft, um innezuhalten und gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Vorbereitet wurde die Gedenkveranstaltung von der neunten Klasse, die sich im Unterricht intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hatte. Zu Gast an diesem denkwürdigen Tag war Ilan Katz, pensionierter Lehrer aus Israel, der sich in völkerverbindender Weise für Toleranz und ein friedliches Miteinander einsetzt.

 

Zu Beginn richtete der Klassenlehrer der neunten Klasse, Jonas Engeler, einige eindringliche Worte an die Anwesenden. Er erinnerte daran, dass das Gedenken nicht nur der Vergangenheit gelte, sondern auch eine Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft bedeute. Begriffe wie Nie wiederStopp sagen bei Ungerechtigkeit“ und Vielfalt ist wichtig“ standen im Mittelpunkt seiner Ansprache. Er betonte, dass es Aufgabe aller sei, wachsam zu bleiben und sich aktiv gegen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung einzusetzen. 

 

Im Anschluss trugen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse die Lebensgeschichten von Menschen vor, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Zu sehen waren Fotos sowie Lebensdaten der Opfer, ergänzt durch persönliche Schicksale, die das Ausmaß des Leidens auf eindrucksvolle Weise verdeutlichten. Jede vorgestellte Biografie machte deutlich, dass hinter den hohen Opferzahlen einzelne Menschen mit ihren Hoffnungen, Familien und Träumen standen. 

 

Zum Abschluss der Beiträge zündeten die Neuntklässler Kerzen an – als Zeichen des Erinnerns und der Mahnung. Die stille Atmosphäre unterstrich die Bedeutung des Moments. 

 

Die Gedenkveranstaltung hinterließ bei vielen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck und zeigte, wie wichtig Erinnerungsarbeit an Schulen ist, um Geschichte lebendig zu halten und Werte wie Menschlichkeit, Respekt und Toleranz zu vermitteln. Sichtlich bewegt und beeindruckt zeigte sich auch Ilan Katz darüber, wie greifbar und emotional die Jugendlichen das Gedenken an die Opfer durch die persönlichen Geschichten gestaltet hatten. Er nahm sich anschließend noch viel Zeit, um mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und seine persönliche Geschichte zu erzählen.